PV Überschußladen

  • Hallo,


    ich stelle mal eine Frage in den Raum welche mich gerade in Zusammenhang derErweiterung der Hausinfrastruktur durch Wallbox (welche ja nun auch nach § 14a ENWG) dimmbar sein muss.

    Mit welchen Hems setzt ihr das um, wenn es zur Installation einer Wallbox daheim kommt, die vorhandene PV Anlage nur so zu nutzen das der überschüssige PV Strom in die Wallbox geleitet wird statt Netzstrom zu nutzen um so den Eigenanteil zu erhöhen statt einzuspeisen?


    Wir werden eine Keba P40 Pro installieren welche ja über TCP IP dimmbar geregelt werden kann.

    Heute reicht das vorhandene Smartmeter der PV Anlage um PV+ BYD Speicher und Wärmepumpe smart zu regeln.

    Mit Installation der Wallbox reicht das heutige System nicht mehr aus und ich werde ein zusätzliches HEMS in das Netzwerk integrieren müssen.


    Wer hat eine ähnliche Ausgangslage oder hat dies bereits umgesetzt?


    Danke für eure Anregungen.

  • Hallo,

    kommt drauf an ob Du etwas fertiges haben möchtest oder auch offen für selbst bauen bist.


    Aber nur wegen §14a benötigst Du kein HEMS, in der einfachsten Methode kannst Du auch mit Relais im Schaltschrank realisieren lassen. Dann werden die Reduzierbefehle fix auf 4.2 KW an die Wallbox gegeben. Ein HEMS benötigst Du wenn Du selbst für die Steuerung der steuerbaren Verbrauchsanlagen tätig werden möchtest. Dann wertet das HEMS das aus und Du könntest die Leistung dynamisch im vorgegebenen Rahmen verteilen lassen. Nur wegen PV-Überschuss brauch man in der Regel kein HEMS.


    Ich selbst nutze Home Assistant zur Steuerung der Wärmepumpe und der PV-Anlage und werde das nun mit evcc erweitern um so dann für §14a gerüstet zu sein. Wäre das Drama mit §14a nicht würde ich nur Home Assistant zur Steuerung nutzen.


    Grüße

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  • Ich würde an deiner Stelle mal das Gespräch mit einem ortsansässigen Elektriker suchen.

    Wir haben letztes Jahr vor der gleichen Thematik gestanden und im Rahmen der Anschaffung unseres ersten E-Fahrzeugs eine Wallbox nachträglich zu unserer PV-Anlage mit Speicher ergänzt.


    Laut unserem Elektriker ist es bei uns so, dass die hiesigen Stadtwerke noch gar nicht wissen, wie sie die Steuerung umsetzen bzw. noch kein System zur Steuerung haben. Somit verfahren die Elektriker bei uns wohl aktuell so, dass sie von der Wallbox (die grundsätzlich regelbar ist) ein Datenkabel bis zum Schaltschrank legen und damit die Pflicht der Steuerbarkeit als erfüllt ansehen. Für die Anmeldung bei den Stadtwerken hat der Elektriker dies entsprechend bescheinigt.

    Sollte dann zukünftig etwas kommen, dann kann bei Bedarf noch immer die smarte Steuerung (bei unserer Huawei Anlage nennt sich das EMMA) ergänzt werden. Für das Überschussladen benötige ich es nicht, da reicht bei Huawei ein einfacher Haken in der App.

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  • Ehrlich gesagt möcht ich etwas fertiges nutzen und bin auch schon fündig geworden.

    Es wird wohl die Lösung von Enyo Energy werden. Ist eine lokale Lösung ohne Cloud und versteckte Abogebühren.

    Und eigentlich müsste ich ja nur die Wallbox regelbar machen (§14a) da die anderen Geräte vor 2021 in Betrieb genommen worden sind und deshalb noch Bestandsschutz haben.

    Aber , da ich nicht 2 x umbauen will und die PV Überschußfunktion auch damit steuern möchte wird es oben genanntes Gerät werden was sich des vorhandenen Intranet unseres Hauses bedient, da bereits alle Geräte vernetzt sind.


    Tobi


    leider hat unser Wechselrichter diese Funktion nicht an Bord (die neue Generation des Herstellers kann das wohl auch) und ich muss mich hier anderweitig orientieren und umsetzen.


    Danke euch für die Anregungen

  • Ich glaube, dass es von hier schwer zu beantworten ist.
    Meine persönliche Situation ist Kostal Wechselrichter mit Kostal Wallbox.

    Ich nutze meiste zwei Modi: PV-Pure oder Power.
    Bei PV-Pure sprechen die beiden über das Smartmeter miteinander und so kann ich automatisch ohne Eingreifen nur PV-Überschuss laden.

    Meine Wallbox schaltet auch automatisch um zwischen 1-Phasig (1.4-3,7 kW) und 3-Phasig (4.2-11 kW)

    Der Power Mode läd halt einfach mit maximal 11 kW und nimmt den Strom, wo er zur Verfügung ist, wie sonst auch. PV, Batterie und Netz.


    Wenn du was fertiges kaufen oder selber bauen willst brauchst du auf jeden Fall mindestens die PV Überschuss Daten vom Wechselrichter, damit überhaupt entschieden werden kann was passieren soll.

    Sollte der das nicht können, kann das Enyo Energy das vielleicht eigenständig messen - keine Ahnung wie aber möglich.

    Wenn du die Überschuss-Daten hast, kannst du entscheiden wie die Wallbox gesteuert werden sollte.

    Aber auch hier eine Frage die ich nicht beantworten kann: Was kann die Wallbox?


    Was würde ich machen, wenn meine Wallbox steuerbar wäre und mein Wechselrichter das nicht übernimmt:


    Ich würde mich mit ioBroker oder HomeAssistant an den Wechselrichter hängen.

    Wenn er das nicht kann, dann ein Smartmeter einbauen, so dass ich Teil 1-Überschuss bekomme.

    Dann bräuchte man eine Schnittstelle zur Wallbox mit der man sagen kann wie schnell geladen werden darf.


    Wenn du beides hast ist ein Skript nicht mehr so viel Arbeit.


    Was man aber nicht vergessen sollte:

    Im Winter ist häufig wenig PV Überschuss vorhanden. Also brauchst du auf jeden Fall eine Funktion mit der du sagen kannst: Überschuss ist egal, ich möchte trotzdem laden.

  • Der Wechselrichter ist ein 10 KW Kostal Plenticore Hybrid G1 Bj2020 ,Speichermedium ist BYD 10 KW HVS . Die Anlage selbst bringt 15 KW Peak . Überschuß haben wir genug denn wir erzeugen an guten Tagen 85 KW und speisen über den Tag verteilt teilweise 65 KW ein. der Rest ist Eigenverbauch WP Haus und WP Pool.

    Als wir die Anlage gebaut haben waren die vielen Lieferengpässe und deshalb mussten wir das kleine Kostalsmartmeter verbauen ( Ohne Lan Schnittstelle)

    Die Keba P40 Pro ist über TCP IP dimmbar und für PV Überschuß regelbar.

    Das Enyo Hems kann alle Geräte im Netzwerk identifizieren und entsprechend regeln (es sind alle im Netzwerk eingebunden) PV +BYD sowie die Wärmepumpe Haus.

    Und wäre dann auch die zentrale Steuerung wenn vom Energieversorger die entsprechende Anforderung via IEMS übertragen werden würde.

    Ich hatte mit Enyo dazu einen Videocall und alle Geräte wären laut deren Aussage kompatibel und steuerbar.

    Im Winter ist das klar das wenig Überschuß vorhanden ist, aber im Sommer also ab mitte April Mai erzeugen wir derart viel das ich mir das dann lieber vom Arbeitgeber mit 40 Cent statt 8 Cent Einspeisevergütung bezahlen lasse.


    Borg1226

    welche Kostal WR hast du , diese Funktionen finde ich im Webinterface nicht bei mir...

    Danke für deine Rückinformation.

  • Ich nutze

    PLENTICORE plus 10

    KOSTAL Smart Energy Meter G2

    Und Enector Wallbox.


    Die Steuerung der Wallbox ist im Web Interface vom Smartmeter.


    Man soll die WB auch per Modbus beschreiben können. Habe ich aber bis jetzt nur gelesen, das klappt gut.

  • Borg1226


    Danke für deine Infos und damit ist der Grund schon gefunden.

    Da wir nur das kleine Kostal SM haben und die Einbindung ins Netzwerk via Lan nicht vorhanden ist fehlt hier diese Funktion.

    Mal sehen ob dies das geplante EMS lösen kann.

  • Bestimmt geht das. Die Protokolle,die das geplante EMS nutzt sind die gleichen.

    Einige der Parameter und Werte sind sogar genormt. Die Anleitung von Modbus für die Enector Wallbox habe ich damals genutzt um alles auszulesen und da steht das auch drin was genormt ist.


    Ich habe mit Leistungsschützen und Kontakten am Garagentor geschaltet.

    Z.B. Wenn Tor auf geht word das Kabel in die Garage geschaltet. Sollte innerhalb von 5 Min keine Ladung starten geht es wieder nach draußen. Wenn Auto voll oder abgeklemmt wird, dann geht es auch wieder mach draußen.

    So habe ich maximalen Komfort, dass draußen geladen werden kann ohne was umzustellen und drinnen auch, wenn draußen ungenutzt und das Tor auf geht.

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